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Erstellt:
7. Mai 2024, 09:38 Uhr
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Ärzte-Notstand auf Norderney

Die erneute Versorgungslücke im Gynäkologiebereich will Bürgermeister Frank Ulrichs unbedingt schließen

Ärzte-Notstand auf Norderney

Eine gynäkologische Versorgung der 3000 auf Norderney lebenden Frauen und somit der Gang zum Frauenarzt zur Krebsvorsorge oder anderen Untersuchungen ist seit dem plötzlichen Tod von Dr. Daniel Günther nicht mehr möglich. Es ist wieder eine Versorgungslücke entstanden, die Bürgermeister Frank Ulrichs unbedingt schließen möchte.

„Einen Termin in einer erreichbaren festländischen Praxis zu bekommen, ist schwierig bis unmöglich, da die Frauenärztinnen und -ärzte wenig oder keine Kapazitäten für Neupatientinnen haben“, weiß Bürgermeister Frank Ulrichs aus vielen Gesprächen mit Insulanerinnen. Er bittet Gynäkologinnen und Gynäkologen, die sich für eine – wenn auch nur tageweise – Tätigkeit auf der Insel interessieren, sich mit ihm in Verbindung zu setzen. „Es ist sehr wichtig für die Insulanerinnen, medizinisch gut versorgt zu sein“, betont der Bürgermeister. „Nicht nur die regelmäßige Krebsvorsorge, auch die ärztliche Begleitung während Schwangerschaften muss auf der Insel sichergestellt werden.“

Die sozialen Medien und das digitale Netzwerk werden es ermöglichen, dass der Hilferuf des Bürgermeisters direkt von den potenziellen Ärzten gehört wird. Eine Erfolgsgarantie ist das allerdings nicht und die vergangenen Jahre haben gezeigt, wie schwierig es ist, eine solche Stelle zu besetzen. Aber warum eigentlich? Die Patientendichte in den Provinzen und besonders auf den Inseln ist einfach zu dünn.

Im Norderneyer Krankenhaus befindet sich bereits eine komplett eingerichtet Praxis, die bis vor Kurzem betrieben wurde. Die Räumlichkeiten können kurzfristig angemietet und übernommen werden, das Equipment steht für einen Nachfolger zur Verfügung. Sowohl seitens des Krankenhauses als auch von der Stadt Norderney wird eine unbürokratische Unterstützung zugesichert.

„Die frauenfachärztliche Versorgung auf der Insel liegt uns am Herzen“, so Ulrichs. „Uns ist klar, dass die Rahmenbedingungen bei uns anspruchsvoller sind als auf dem Festland. Deswegen unterstützen wir jedwede Initiative so gut wir können.“

Interessenten können sich direkt an die Stadt Norderney (buergermeister@norderney.de) oder die Geschäftsführung des Krankenhauses wenden.

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